Diese 3 Infos brauchst du im Anzeigenamen, um gefunden zu werden

Handle und Anzeigename sind nicht dasselbe

Dein Handle ist @sophia_ivy.art. Dein Anzeigename ist die fette Zeile direkt darunter, die viele Kunden fälschlich für den „echten Namen“ halten.

Instagram indexiert beides getrennt. HubSpot beschreibt es so: Username und Anzeigename sind zwei eigenständige, durchsuchbare Felder. Nicht eins.

Das Handle bleibt deine Marke. Kurz, wiedererkennbar, ohne Keyword-Stuffing. Der Anzeigename ist der Platz für das, wonach Menschen wirklich suchen: Beruf, Stil, Stadt.

Viele Artists optimieren die Bio bis ins Detail. Stile, Studios, Buchungslink, perfekte Zeilenumbrüche. Und lassen im Anzeigenamen nur „Sophia“ oder „Jacky“ stehen. Die Bio liest Instagram für die Suche deutlich schwächer aus als das Namensfeld. Was nur in der Bio steht, bringt dich bei „Fineline Lübeck“ nicht in die Trefferliste.

Was passiert wenn die Keywords fehlen

Stell dir vor, jemand tippt in Instagram „fineline lübeck“ ein. Nicht deinen Namen. Nicht dein Handle. Eine Kombination aus Stil und Ort.

Schau dir an, wer auftaucht:

Instagram-Suche nach „fineline lübeck“ mit Sophia in den Ergebnissen

Alle sichtbaren Profile haben Fineline und Lübeck im Anzeigenamen:

  • „Teodora • fineline illustrative semi realism tattoo • Lübeck“
  • „TATTOO HAMBURG & LÜBECK FINELINE | ELEA®“
  • „Jacky · Fineline Tattoos | Eutin & Lübeck“
  • „Sophia | Tattoo Artist | fineline | floral | Lübeck & Eutin“

Kein Zufall. Instagram matcht Suchbegriffe gegen indexierte Profilfelder. Wer die Keywords nicht im Anzeigenamen hat, fehlt in dieser Liste. Egal wie gut das Portfolio ist.

Sophia (@sophia_ivy.art) arbeitet Fineline und Floral, resident in Lübeck und Eutin. Ihre Bio war sauber: Stile, Studios, tatme.com-Link. Vor der Anpassung stand im Anzeigenamen aber nicht, was sie macht und wo. Bei der Suche nach „fineline lübeck“ war sie unsichtbar.

Nach dem Update:

Sophias Instagram-Profil mit optimiertem Anzeigenamen

Sophia | Tattoo Artist | fineline | floral | Lübeck & Eutin

Jetzt erscheint sie in denselben Suchergebnissen wie Artists mit deutlich mehr Followern. Nicht weil der Algorithmus plötzlich ihre Posts bevorzugt. Weil ihr Profil endlich zu der Suche passt, die Kunden tatsächlich eintippen.

Die Formel die funktioniert

Aus dem, was wir bei dutzenden Profilen sehen und was Sophias Fall bestätigt, lässt sich ein Muster ableiten:

Vorname · Tattoo Artist · Stil · Stadt

Konkret:

Baustein Warum Beispiel Sophia
Vorname Persönlich, wiedererkennbar Sophia
Tattoo / Tattoo Artist Typische Suche enthält „Tattoo“ Tattoo Artist
Stil (1–2) Kunden suchen nach Stil, nicht nach Namen fineline, floral
Stadt (1–2) Tattoo ist lokal Lübeck & Eutin

Technische Grenzen:

  • 64 Zeichen Maximum. Instagram schneidet längere Namen ab.
  • Maximal zwei Stile. Mehr wirkt wie Keyword-Spam und liest sich unseriös.
  • Normale Buchstaben. Schrift-Generator-Zeichen (fancy Unicode) werden von Instagram nicht wie Suchbegriffe gelesen. Trenner wie | oder · sind okay.

Sophias Name hat 58 Zeichen. Passt ins Limit, enthält alle relevanten Suchbegriffe, wirkt trotzdem wie ein Mensch und nicht wie ein SEO-Bot.

Bio und Anzeigename haben verschiedene Jobs

Feld Aufgabe Beispiel
Anzeigename Auffindbarkeit in der Suche Tattoo + Stil + Ort
Bio Vertrauen, Persönlichkeit, Handlung Studios, Stile im Detail, Buchungs-CTA
Handle Marke, Erwähnungen, Link @sophia_ivy.art

In Sophias Bio steht „Fineline • floral • nature inspired • microrealism“ und die Studio-Tags. Das baut Vertrauen auf, wenn jemand schon auf dem Profil ist. Es bringt sie aber nicht in die Suche, wenn jemand „fineline lübeck“ tippt.

Umgekehrt: Nur den Anzeigenamen optimieren und die Bio leer lassen funktioniert auch nicht. Der Anzeigename holt Menschen in die Suche. Die Bio entscheidet, ob sie bleiben und schreiben.

Was das für dich als Artist bedeutet

Tattoo ist ein lokales Business. Deine Kunden kommen aus deiner Region, suchen nach Stil und Ort, und vergleichen drei bis fünf Profile bevor sie schreiben. Wenn du in Schritt eins fehlst, existierst du für sie nicht.

Prüfe deinen Anzeigenamen in 30 Sekunden:

  1. Steht „Tattoo“ (oder „Tattoo Artist“) drin?
  2. Steht mindestens ein Stil drin, den du wirklich stichst?
  3. Steht deine Stadt (oder deine zwei Standorte) drin?
  4. Bist du unter 64 Zeichen?

Wenn bei einer Frage „nein“ steht: anpassen. Nicht morgen. Die Suche läuft jeden Tag, auch wenn du gerade im Termin sitzt.

Im Instagram Profil-Guide gehen wir Schritt für Schritt durch alle Profilfelder. Im Artist-Bereich von tatme gibt es zusätzlich einen Anzeigenamen-Check, der genau diese Punkte gegen dein Profil hält.

Was nicht funktioniert

Nur die Bio optimieren. Schöne Bio, perfekte Keywords, alles korrekt. Aber der Anzeigename bleibt „Lisa“ oder „Ink by Max“. Bei lokaler Suche bringt das nichts.

Keyword-Stuffing. „Fineline Realism Blackwork Traditional Neo Lübeck Hamburg Berlin“ im Namensfeld. Instagram erkennt Spam-Muster. Es liest sich schlecht. Und es passt nicht ins Zeichenlimit.

Schrift-Generator-Zeichen. 𝓢𝓸𝓹𝓱𝓲𝓪 𝓣𝓪𝓽𝓽𝓸𝓸 sieht auf dem Handy vielleicht fancy aus. Instagram indexiert das nicht als „Sophia Tattoo“. Normale Buchstaben.

Nur den Stil, ohne Ort. „Fineline Tattoo Artist“ hilft bei Stil-Suchen. Bei „Fineline Lübeck“ fehlst du trotzdem, wenn Lübeck nicht im Namen steht.

Nur den Ort, ohne Tattoo. „Sophia · Lübeck“ ist besser als nur „Sophia“. Aber wer „Fineline Tattoo Lübeck“ sucht, braucht beides.

Eine Sache die du diese Woche tun kannst

Öffne Instagram. Suche nach [dein Hauptstil] [deine Stadt]. Nicht deinen Namen. Genau so, wie ein Kunde suchen würde, der dich noch nicht kennt.

Findest du dich in den ersten zehn Ergebnissen?

Wenn nein: Schau dir an, was die Profile haben, die auftauchen. Fast immer stehen Tattoo, Stil und Ort im Anzeigenamen. Pass deinen an. Warte eine Woche. Such nochmal.

Sophia musste das auch erst lernen. Vorher unsichtbar, nachher in den lokalen Ergebnissen.

Und jetzt mal ehrlich: Jeder Tag ohne optimierten Anzeigenamen ist ein Tag, an dem potenzielle Kunden jemand anderen finden. Nicht weil der besser sticht. Nicht weil du zu teuer bist. Sondern weil du in ihrer Suche schlicht nicht existierst. Die Anfrage landet bei einem anderen Artist. Du merkst davon nichts. Keine Absage, kein Ghosting, kein „ich überlege noch“. Einfach Stille. Genau das ist der Preis, wenn Tattoo, Stil und Ort nicht im Namensfeld stehen.

Quellen

  1. HubSpot: Instagram SEO: 8 techniques for increasing your reach, Display Name und Username als separat indexierte Felder, HubSpot Blog
  2. Instagram Help Center: Edit your profile, Anzeigename und Profilfelder, help.instagram.com
  3. Case Study Sophia (@sophia_ivy.art): Vorher/Nachher-Vergleich Anzeigename und Sichtbarkeit bei „Fineline Lübeck“ (First-Party-Beobachtung, tatme.com, Juli 2026)
Daniel Menius

Daniel Menius ist Gründer von tatme.com und baut seit über zehn Jahren Software, mit Führungserfahrung in großen und kleinen Unternehmen. Kunst und Tattoo Artists liegen ihm am Herzen. Er tauscht sich ständig aus und ist vor Ort in Studios, um echte Schmerzpunkte mitzubekommen.